Der Unterhaltsvorschuss -- Akademie für zugewandte Bildung
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Angebote für Eltern

Der Unterhaltsvorschuss

Eine Hilfe für Alleinerziehende



Unterhaltsvorschuss

Die Leistung dient der Sicherstellung des Unterhaltes, wenn ein unterhaltspflichtiger Elternteil keinen Unterhalt für sein Kind zahlt oder dies nicht kann. In diesem Fall tritt die zuständige Unterhaltsvorschussstelle zunächst in Vorleistung. Der Unterhaltsanspruch des Kindes geht dann in der Regel in Höhe des gezahlten Unterhaltsvorschusses auf den Staat über. In diesen Fällen lässt sich der Staat die verauslagten Geldleistungen vom unterhaltspflichtigen Elternteil erstatten.

Verfahrensweise:

Unterhaltsvorschuss ist eine staatliche Leistung, die längstens für 72 Monate gezahlt wird. Unterhaltsvorschuss erhält ein Kind grundsätzlich, wenn

  • es seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hat,
  • bei einem alleinerziehenden Elternteil lebt,
  • von dem anderen Elternteil nicht mindestens Unterhalt in Höhe des maßgeblichen Mindestunterhaltes erhält und
  • das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat

 

Die Höhe des Unterhaltsvorschusses richtet sich nach den für die betreffende Altersstufe festgelegten Mindestunterhaltsbeträgen abzüglich des Erstkindergeldes. Zurzeit beträgt der Unterhaltsvorschuss monatlich

  • in der 1. Altersstufe (bis unter 6 Jahren) 145,- €
  • in der 2. Altersstufe (6 bis unter 12 Jahren) 194,- €.

 

Auf den Unterhaltsvorschuss werden Unterhaltszahlungen und unterhaltsrelevante Zahlungen sowie Waisenbezüge angerechnet. Unterhaltsvorschuss ist eine vorrangige Sozialleistung und wird bei anderen Sozialleistungen (z.B. nach dem SGB II) angerechnet.

Benötigte Unterlagen

Der alleinerziehende Elternteil muss bei dem für seinen Wohnort zuständigen Jugendamt persönlich vorsprechen und einen schriftlichen Antrag stellen. Auf Wunsch sind Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Unterhaltsvorschussstelle beim Ausfüllen des Antrages behilflich.

Folgende Unterlagen sind für den Antrag notwendig:

  • gültiger Personalausweis oder Reisepass mit Meldebescheinigung, auch von den Kindern, sofern vorhanden
  • Aufenthaltserlaubnis
  • Geburtsurkunde des Kindes
  • Vaterschaftsanerkennung
  • Nachweis der Lohnsteuerklasse
  • Scheidungsurteil, sofern zutreffend
  • Meldebestätigung
  • Bewilligungsbescheid vom Jobcenter, sofern zutreffend
  • Bescheid über Waisenbezüge, sofern zutreffend
  • Unterhaltstitel

 

Weitere Informationen

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft.